9.3.2018

Die 5 wichtigsten Punkte zu einem sicheren Gaswarnsystem!

 

Gemäß Arbeitsschutzgesetz §3 ist der Arbeitgeber verantwortlich für die Sicherheit seiner Mitarbeiter. Um dieser Verantwortung nachzukommen, muss grundsätzlich eine Gefährdungsbeurteilung gemäß DGUV Vorschrift 1 §3 Abs. 3 und Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV §3 Abs.1 erstellt werden. Wird in dieser Bewertung eine Gefahr durch austretende oder entstehende gefährliche Gase definiert, sind zwangsläufig Maßnahmen für den sicheren Umgang umzusetzen und zu beschreiben. Ein Gaswarnsystem das frühzeitig und zuverlässig vor explosiven, toxischen oder sauerstoffverdrängenden Gase schützt, ist eine Lösung in vielen Anwendungen.

 

Punkt 1: Feststellung und Dokumentation der Gefahren durch Gase und Gegenmaßnahmen in einer Gefährdungsbeurteilung definieren!

 

Wird ein Gaswarnsystem als sicherheitsgerichtetes Warnmittel eingesetzt, ist die Planung der erste wichtige Schritt. Aus unserer Erfahrung, sollten sich Anwender von Fachplanern, Fachkräften für Arbeitssicherheit oder Dienstleistern beraten lassen um sinnvolle Sicherheitskonzepte zu erstellen. Hilfreich sind die 5 W Fragen:

  • Wo ist die Gasgefahr?
  • Welche Gefahren durch Gase bestehen?
  • Wie hoch darf die maximale Gaskonzentration sein?
  • Was passiert wenn Gasüberwachung einen Alarm auslöst?
  • Wer betreut das System bezüglich der Wartung und Instandsetzung?

 

Punkt 2: Bei der Planung sollte ausreichend Erfahrung mit der Realisierung eines Gaswarnsystems vorhanden sein!

 

Ob oder welche Zulassung für ein Gaswarnsystem erfoderlich ist, wird bei der Planung definiert. Häufige werden Schlagworte wie ATEX, SIL2, DIN EN oder Regelwerke der Berufsgenossenschaften ins Gespräch gebracht. Die Auswahl an Produkten mit den unterschiedlichsten Zulassungen, macht die Entscheidung nicht leichter. Jedoch sollte der Kosten-Nutzen-Faktor berücksichtigt werden und nur Zulassungen vorausgesetzt werden, die tatsächlich notwendig sind. Beispielsweise, muss ein Gassensor für CO (Kohlenmonoxid) nicht zwingend eine ATEX Zulassung haben, wenn bei diesem Gas der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) überwacht wird. Sollte aber gleichzeitig eine definierte ATEX Zone 1 bestehen, in die der CO Melder eingebaut wird, ist die Zulassung für den Zündschutz gemäß ATEX erforderlich. Auch bei diesen Fragen helfen Ihnen fachkundige Personen.

 

Punkt 3: Nur Zulassungen voraussetzen, die im Konzept erforderlich sind, diese aber konsequent umsetzen.

 

Die Montage und Inbetriebnahme sollte von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Wenn die Planung exakt mit Positionen der Messstellen und Beschaltung der Alarmgeber und Sicherheitsketten feststeht, sind meistens Elektrofachfirmen für die Umsetzung hinreichend geeignet. Zwingend erforderlich, gemäß der Regelwerke T021 und T023 der BG RCI, ist eine Inbetriebnahme durch befähigte Personen. Mit Prüfgas und einer umfangreichen Systemkontrolle, werden alle Gaswarntransmitter angesprochen und die Alarmgeber und Sicherheitsketten geprüft und dokumentiert. Anschließend sollte der Nutzer Vorort eine Einweisung in die Bedienung erhalten und als unterwiesene Person zertifiziert werden.

 

Punkt 4: Installation durch Fachfirma umsetzen lassen und eine Inbetriebnahme mit Systemkontrolle und Einweisung von einer befähigten Person durchführen lassen.

 

Nach der Inbetriebnahme ist die Gaswarnanlage eine Einrichtung zum Erhalt der Sicherheit vor Gasgefahren. Diese verantwortungsvolle Aufgabe macht eine regelmäßige Wartung erforderlich. Des Weiteren sind, sowohl in der Betriebssicherheitsverordnung und in den Regelwerken der Berufsgenossenschaften, die Wartung und die Häufigkeit klar definiert. Der Betreiber hat letztendlich die Verantwortung für die Sicherheit und kann eigene Ziele definieren, sollte diese aber selbstständig dokumentieren und nachhalten. Der Begriff Wartung wird immer noch im allgemeinen Sprachgebrauch häufig verwendet. Die Wartung wird eindeutiger mit Funktions- und Systemkontrolle beschrieben. Die Funktionskontrolle bezieht sich auf die Gassensorik und Auswertung. Bei der Systemkontrolle werden zusätzlich die Sicherheitsketten angesprochen und dokumentiert. Die Systemkontrolle sollte mindestens einmal im Jahr erfolgen.

 

Punkt 5: Die Funktions- und Systemkontrolle sollte in einem festgelegten Zeitraum, gemäß den anzuwendenden Regelwerken definiert und organisiert sein. Qualifizierte Dienstleister oder Hersteller bieten diese Wartungsdienstleitung Ihren Kunden an.

 

Sebastian Tegeler
Geschäftsführer der Gawado Gaswarnsysteme GmbH
Rückfragen unter dieser Emailadresse!
experte@gawado.com

Weitere News

20.11.2018

Gaswarnsystem - Wichtige Schritte bei der Planung!

In einer Studie der Health and Safety Executive wurden Ursachen für Katastrophen in der Industrie untersucht. Ein entscheidendes Ergebnis war, dass bereits bei der Planung von Anlagen wichtige Schritte nicht berücksichtigt werden und Planungsfehler mit 60% als häufigste Ursache für Unfälle ermittelt wurden. Wie ist das möglich?

24.10.2018

Gasmelder können Leben retten

Die täglichen Nachrichten zeigen die Gefahren durch Gase sowohl im privaten, als auch beruflichen Umfeld. Tragische Unfälle mit Abgasen in schlecht belüfteten Räumen, sowie Leckagen in Rohrleitungen beim Straßenbau oder Unfälle in Industriebetrieben durch entstehende Gase die explosive, toxische oder sauerstoffverdrängende Wirkungen haben, kommen regelmäßig in der Berichterstattung vor.

10.7.2018

Wir suchen Servicetechniker für Gaswarnsysteme (m/w) im Außendienst

Wir sind ein junges und erfolgreiches Unternehmen mit den Tätigkeiten Beratung und 
Service für Gaswarnsysteme und suchen einen Servictechniker (m/w) im Außendienst

19.2.2018

Servicestützpunkt am Bodensee für mehr Kundennähe

Kurze Entfernungen zu Kunden bringen viele Vorteile, die einen guten Service gewährleisten. Die Nachfrage nach kürzeren Serviceintervallen, aus den Regelwerken T021 und T023, und die stetig steigende Nachfrage nach Funktions- und Systemkontrollen für stationäre Gaswarnanlagen erfordern eine Erweiterung im Servicenetz. Mit einem Stützunkt am Bodensee, können wir weiterhin die Erreichbarkeit, Verfügbarkeit und Flexibilität für Kunden sicherstellen. Die bessere Kundennähe macht vieles schneller und deutlich wirtschaftlicher durch kürzere Anfahrtswege.

 

Sollten Sie ebenfalls Interesse haben ein Partner für unser Servicenetz zu werden, können Sie sich gerne jederzeit bei und melden.

16.1.2018

Neue Schulungstermine für 2018 verfügbar!

Für einen optimalen Schutz vor gefährlichen Gasen ist eine zuverlässige Technik, ein hervorragender Service und Fachkunde erforderlich. Wir vermitteln Ihnen die notwendige Fachkunde in vielen Bereichen der Gaswarnung. In Seminarform können wir Ihnen das Wissen zur Anwendung ihrer Gaswarnsysteme, gemäß der Regelwerke der BG RCI, als auch die Fachkunde zum Freimessen von beengten Räumen vermitteln.

13.11.2017

Wir sind ISO:9001 2015 zertifiziert!

Zur Weiterentwicklung des Unternehmens sind standardisierte Abläufe nach weltweit anerkannten Normen erforderlich. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen unsere Strukturen gemäß der DIN EN ISO 9001:2015 festzulegen und durch eine externe Prüforganisation überwachen zu lassen. Mit diesem Schritt sind wir nun in der Lage die Standards unserer Kunden zu erfüllen und die Qualität des Unternehmens stetig zu optimieren.